Sydneys neueste Abenteuer

Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein einziger Schiffbruch.
José Ortega y Gasset

Wer hat es schon leicht im Leben? Ein kleiner weißer Stoffhase jedenfalls nicht.  Aber Sydney zeigt uns, dass man sich auch als kleiner Stoffhase gegen alle Widrigkeiten des Lebens durchsetzen kann.

Naja, jedenfalls gegen die meisten.

Sydney verstrickt sich

Nachdem drei Wochen lang alles, aber auch wirklich alles schief gelaufen war, sah Sydney keine andere Möglichkeit, als sich selbst sein eigenes kleines Idyll zu häkeln. Schnuffi, der gehäkelte Hund, war dann allerdings doch ein kleines bisschen zu aufdringlich.

Leider schmeckte auch das Eis in Sydneys selbstgehäkeltem Idyll sehr aufdringlich nach Schafswolle.

Als sich schließlich herausstellte, dass die Ausgangsbeschränkungen in Sydneys selbstgehäkelten Idyll noch viel strenger waren als in der Realität, sah Sydney keine andere Möglichkeit, als alles wieder aufzuribbeln.

(Danke an WOLLkenkratzer Guerilla-Knitting!)

Sydney kauft ein

Der zwielichtige Hamster in der dunklen Einfahrt hatte ihn nicht angelogen – tatsächlich war im Supermarkt alles ausverkauft. Trotzdem war Sydney nicht bereit auf der Straße für ein kleines Beutelchen Mehl fünfzig Euro zu bezahlen.

 

Allem Anschein nach war auch das Toilettenpapier ausverkauft – und im Supermarkt waren nun alle auf der Suche nach anderen flauschig-weichen Materialien für die tägliche Hygiene.  Sydney entschloss sich unverzüglich, in den kommenden Wochen zu Hause zu bleiben.

 

Mehl! Ein plötzliches und unerklärliches Verlangen nach Mehl hatte Sydney aus dem Haus getrieben. Die freundliche Verkäuferin bei „Fair, Vegan und Unverpackt“ versprach ihm, nochmal im Lager nachzuschauen, aber Sydney konnte deutlich hören, wie sie im Hinterzimmer ganz aufgeregt irgendein „flauschig-weiches, naturbelassenes  und wiederverwendbares Alternativprodukt“ diskutierte. Zwei Minuten würde er ihr noch geben…

 

>> Mehr von Sydney
>> Sydney – Das Buch

>> www.jenisch.de