Sydney – Das Buch

Martin Beer und Christoph Jenisch
Sydney. Abenteuer eines arglosen Hasen

Wer hat’s schon leicht im Leben – ein kleiner argloser Hase, den die Zufälle des Lebens umtreiben, jedenfalls nicht.

Ob Sydney einem obskuren Billigflugangebot auf den Leim geht, Jesus begegnet oder gefährlichen Indianern, ob er in Nashville vom Ruhm träumt, oder im irischen Bundoran Gefangene befreit, immer macht Sydney in Wort und Bild Erfahrungen, die erst einmal verarbeitet werden müssen …

Der seriös-erwachsene Stil, in dem sie von den Aventuren ihres immer korrekt mit Fliege bekleideten Plüschhelden berichten, macht die Sachen natürlich besonders komisch; vermutlich gingen Beer und Jenisch bei Loriot in die Schule und lernten von ihm diesen betörend trockenen Legendenstil. […] Die Risiken und Gefahren, denen sich ihr kleiner tapferer Held aussetzen muss, sind weniger Karl-May-mäßig als modern und zeitgemäß. Sydney ist ein Mensch wie wir. (Der Eulenspiegel)

Satzwerk Verlag Göttingen, 2005
ISBN 3-930333-56-2
9,90 €

nur noch erhältlich bei
www.theaterbuchversand.de
www.satzwerk.de

 

AUS DEM BUCH

Sydney trifft Maria

Maria hatte unvermittelt ihren Mantel geöffnet. Gottseidank trug sie darunter ein Kleid. Sydney wartete gespannt, was als nächstes passieren würde.

 

 

 


Sydney wohnt möbliert

Es war ein Skandal! Sydneys Vermieter verlangte dreihundertzwanzig Euro für das möblierte Zimmer.

Kalt, natürlich.

 

 


Sydney im Verein

In der Hoffnung auf schnellen Sex war Sydney dem Kanichenzuchtverein Praunheim beigetreten.

Die Zustände dort waren allerdings ernüchternd.

 


Sydney und die Weihnachtsfeier

An gewisse Aspekte der letztjährigen Weihnachtsfeier konnte Sydney sich nur vage erinnern.

 

 

 


Sydney und die Kunst

Dürer und Beuys hatten mit Hasen Furore gemacht. Doch Sydney musste ausgerechnet an die Künstlerin Daphne Rosen-Rot geraten, der nichts Besseres einfiel, als ihn mit billigen Plastikblumen zu arrangieren.

Vielleicht würde wenigstens die angekündigte “Dekonstruktion der Installation mit Flammenwerfer und Planierraupe” für ein wenig Spektakel sorgen.


Sydney und die Technik

Von der Schönheit der Maschine, die auf der frisch gemähten Wiese ihre gleichmäßigen Runden zog, war Sydney so sehr fasziniert, dass er unbedingt hatte herausfinden wollen, durch welchen ausgeklügelten Mechanismus das Heu in ihrem Inneren zu großen Rollen geformt wurde.


Sydney hat Durst

Unerträglicher Durst hatte Sydney in eine missliche Lage gebracht. Zweihundertfünfzig Euro hatte er für das kleine Fläschchen Sekt bezahlt, und er war nicht bereit, es mit irgendeiner Natascha zu teilen, die er überhaupt nicht kannte.

 

 

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