Goethe als jugendlicher Liebhaber – Teil 3: Charlotte

Die dritte der Jugendlieben Goethes könnte man mit leicht entrüstetem Unterton abhandeln – wie konnten die Beteiligten, allen voran Johann Wolfgang, sich nur auf eine so fragwürdige Geschichte einlassen, wo doch von vorneherein … aber lassen wir das.

Es geht natürlich um Charlotte Buff, und ganz unvoreingenommen betrachtet muss man sagen, dass die Affäre im Großen und Ganzen doch eher von gegenseitigem Respekt, unerschütterlicher Freundschaft und erstaunlicher Nachsicht geprägt war. Natürlich auch von Leidenschaft und Trennungsschmerz, und Goethe ist auch wieder völlig von der Rolle, aber der Reihe nach.

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Frankfurter Polemik

Hartnäckiger Widerspruch und rechthaberisches Beharren gehören seit über 1200 Jahren zu Frankfurt wie Handkäse und Gesottenes vom Schwein. Diese unnachgiebig streitlustige Haltung lässt sich zum einen zurückführen auf die regionale Eigenheit, nur die eigene Meinung gelten zu lassen: Der Gedanke, den Standpunkt eines anderen auch nur in Erwägung zu ziehen, gilt als zutiefst unhessisch und kommt daher eo ipso nur in seltenen Ausnahmefällen zur Anwendung. Doch während man es im restlichen Hessen gerne dabei bewenden lässt – bevor man sich aufregt, ist es einem lieber egal – pflegt man in Frankfurt zudem eine veritable Streitkultur, die ihren Ausdruck vorzugshalber in ausgiebigem Ramentern, wüsten Beschimpfungen und unhaltbaren Beschuldigungen findet. „Frankfurter Polemik“ weiterlesen